Historie

Klein angefangen, groß herausgekommen

Am Anfang war das Spektrum noch überschaubar, gleichwohl geprägt von innovativen und lukrativen Ideen. So sammelte Johann Kaspar Enders nicht nur die Schweineborsten der geschlachteten Tiere. Er erkannte sehr früh im Jahre 1838, dass sich Mehrwert schaffen ließ, indem er die begehrten Naturborsten selbst weiterverarbeitete und daraus ein einträgliches Geschäft entwickelte. So baute er eine eigene Haar- und Borstenzurichterei auf, in der er bis zu 20 Leuten beschäftigen konnte.

 

Immer wenn er Fleischereien und Hausschlachter besuchte, entdeckte Johann Kaspar Enders, dass Därme Mangelware waren. Sein Geschäftssinn erkannte einen neuen Markt. Also kaufte er forthin Därme aus dem In- und Ausland zu und setzte sie bei seinen Kunden ab. Die Internationalisierung begann also schon in den Frühtagen.

 

In den Folgejahren stiegen die beiden Söhne Ludwig 1. und Caspar ins Unternehmen ein und führten seine Ideen mit Zielstrebigkeit und dem gleichen Innovationswillen fort.

Sie erweiterten das Unternehmen um eine Darmsortieranlage, in der vorwiegend südamerikanische Därme verarbeitet wurden. Parallel expandierte das Schweineborstengeschäft.

Caspars Sohn Ludwig 2. wurde durch die Inflation sowie die Kriegs- und Nachkriegszeit zum unfreiwilligen Krisenmanager, schaffte es aber, die Familientradition weiterzuführen. Unter der späteren Regie seiner Söhne Karl und dem jüngeren Ludwig wuchs das Unternehmen zu einem der Marktführer in der Fleischereibranche.

Erfolg von gestern bis heute

 

Bis heute profitieren Kunden und Unternehmen vom gelebten und vererbten Marktgespür – personifiziert durch Karl-Ludwig Enders und seinen Cousin Ludwig Enders. Karl-Ludwig ist Jurist und Ludwig ist Wirtschaftsexperte.

Die beiden Geschäftsführer ergänzen sich in idealer Weise und führen das moderne, bestens aufgestellte Unternehmen erfolgreich in die moderne digitalisierte Welt.

Zwischenzeitlich rückt die sechste Generation mit Tobias Enders (Sohn von Karl-Ludwig, und seit 2014 Geschäftsführer) und Frederic Enders (Sohn von Ludwig) nach, denn beide übernehmen bereits Verantwortung für die Zukunft des Unternehmens.

Zum 175. Geburtstag des Unternehmens im Jahr 2013 entstand ein Historienfilm, der die eineinhalb Jahrhunderte lange Enders-Geschichte kurzweilig darstellt und einen guten Einblick in die enorme Entwicklung des Unternehmens von 1838 bis heute zeigt.